Graffiti-Projekt 2012 - Hardautal - Schule Suderburg

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Graffiti-Projekt 2012

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Graffiti-Projekt
Bericht in der AZ am 13.07.2012 Seite 1

Frische Farben aus der Dose für die Turnhallen-Wand
no Suderburg. Mit Spaydosen bewaffnet nahmen sich Jugendliche aus Suderburg die Wand der Turnhalle vor. Was jedoch normalerweise Entsetzen bei Verwaltung und Hausbesitzern auslöst, wird in diesem Fall von den Mitarbeitern des Jugendzentrums gesteuert. Für das Graffiti-Projekt holten sie sich professionelle Hilfe: Profi-Spayer Andreas Litzba aus Hamburg unterstützt die Jugendlichen und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Sprühfarbe für die Turnhalle
Graffiti-Projekt für Suderburger Jugendliche mit Profi-Spayer aus Hamburg
Von Jörn Nolting
 no Suderburg. Daisy, Donald und Dagobert zieren seit gestern die Wand der Suderburger Turnhalle. Noch kommen die Disney-Comicfiguren etwas blass rüber, aber nach und nach wird das kleine Kunstwerk farbig. An die Wand kommt das Bild nicht mit Pinsel und Farbe, sondern per Sprühdose. Was an Gebäuden und Fahrzeugen oft ein Ärgernis ist, ist in diesem Fall lange geplant. „Seit neun Monaten wird dieses Projekt vorbereitet“, sagt Jan Vander, einer der drei Leiter des Suderburger Jugendzentrums.
  Damit das kleine Kunstwerk auch hochwertige Ansprüche erfüllt, wurde ein Profi engagiert: der Graffiti-Künstler Andreas Litzba aus Hamburg. Nun ist es aber nicht so, dass der Profi-Sprayer die Wand alleine besprüht, sondern die Konturen werden von den Jugendlichen im Alter von zwölf bis 14 mit Farbe ausgesprüht. Gestern allerdings machte das Wetter den legalen Sprayern einen Strich durch die Rechnung. „Die Farbe darf nicht nass werden “, erklärt Vander.

  Ihre eigenen Sprühversuche durften die Jugendlichen schon im Vorfeld ausprobieren - an der Wand des Jugendzentrums. „Wir haben schon vorher gemalt und es dann umgesetzt “, schildert die 14-jährige Friederike Preuß aus Dreilingen. Ganz so, wie es sich die Jugendlichen vorgestellt hatten, ist es dann allerdings doch nicht geworden. „Graffitis mit Schatten sehen besser aus“ - diese Erkenntnis zog Delia Hirsch aus Hösseringen aus den ersten Versuchen. Vier unterschiedliche Graffitis prangen inzwischen an der Wand des JuZ. „Eins davon haben wir selbst gemacht“, sagt Jan Vander. Die anderen drei sind von den jungenNachwuchs-Sprühern. Als Nachwuchs-Sprüher hat auch Andreas Litzba mal angefangen. „Ich bin in Hamburg Steilshoop aufgewachsen - da war alles bunt“, schildert er den Beginn seiner Graffiti-Karriere. Illegal habe er eine Brücke angesprüht. „Ich habe schnell erkannt, dass es das nicht ist“. Was er inzwischen mit der Dose macht, hat nichts mit Schmierereien mehr zu tun. „Ich erkläre den Jugendlichen gleich zu beginn, das beispielsweise ein Smiley am Stromkasten 250 bis 400 Euro Strafe kostet“, sagt Litzba, der inzwischen als Kunstlehrer auf Honorarbasis durch Norddeutschland tingelt. „Wenn eine Gemeinde eine Fläche zur Verfügung stellt und ich den Jugendlichen einmal erkläre, wie es funktioniert, dann kann damit das illegale Geschmiere im Ort minimiert werden“, ist sich der Graffiti-Künstler sicher.

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